Baby Pixi 21: Mein kleines Badebuch

Sei mir gegrüßt, du gesichtslose Masse, du tosende Menge, du Ansammlung herzensguter Individuen, die meine glühenden Fans darstellen.
Da ich aus Prinzip keine Möglichkeit zur Selbstprofilierung auslasse, kann ich es mit dieser nicht anders halten.
Doch dies ist nicht die Geschichte meines Aufstiegs zum Ruhm hin.
Es ist auch nicht die Geschichte des Sturzes nach dem Höhenflug, des Verfalls meiner moralischen Skrupel und meines unweigerlich folgenden Aufstiegs zur Weltherrschaft.
Nein, meine vielfältigen mephistophelischen Anwandlung werden hier nicht aufgedeckt.
Viel simpler.

Dies ist die Geschichte meiner letzten, ereignislosen Woche.

Nett war sie. Die Woche. Wie die meisten Wochen hier. Aber wie so vielen Wochen, so fehlte auch ihr die nötige Ambition, um zu einer wahrhaft großartigen Woche zu werden.
Aber ich greife vor.
Lauscht meiner Stimme. Lasst uns zurückkehren in eine glücklichere Zeit, eine wildere, ungezähmtere Zeit. Ohne Sorgen, ohne die Last des Alltags. Ja, lasst uns zurückkehren.
Zurück zum Montag, dem 17. April.

Er begann, wie eigentlich alle Montage beginnen.
Vogelgezwitscher, erste Sonnenstrahlen und der nervtötende Lärm der rituellen Gesänge, die unsere Nachbarn jeden morgen anstimmen.
Mein persönlicher Sam für die mir bevorstehende Quest, unter bürgerlichem Namen ärgerlicherweise als Ken bekannt, begleitete mich an jenem Tag zum Meer.
(Er ist übrigens Mitarbeiter hier im Center und ein echt netter Mensch :D)
Scheinbar hat die arbeitende Bevölkerung (Pfff, Anfänger) an einem Montagmorgen nicht die nötige Motivation ebenfalls zu einem solchen Abenteuer aufzubrechen.
In jedem Fall hatten wir den kompletten Strand für uns alleine.
Superb.
Danach haben wir uns in ein Restaurant gesetzt, das aus einem ausrangiertem Passagierzug bestand und einen majestätischen Ausblick über die Wogen bot.
Und wir haben eine Blume gegessen, die wir in Pflaumenpulver tunkten.
Was es nicht alles gibt.
Am selben Tag habe ich einen wunderschönen Platz für meine Hängematte unweit unseres Centers gefunden. Da kann man von der Matte das ganze Tal überblicken.
Außerdem sind wir nach Taipei gefahren. Allerdings erst am Dienstag.
Taipei ist ok. (Pumuckel Weisheit hier einfügen)
Ich kann nicht sagen, dass es mich direkt in seinen Bann schlug. Im Prinzip auch nur eine Stadt. Mhhm.
Da verblieben unsere Gesandtschaft dann drei Tage, um die Leute von OM, die dort ihr taiwanesisches Hauptquartier haben, zu besuchen.
Das sind wirklich ausgesprochene umgängliche Leute.
Ich mag sie sehr gern.
Die restlichen Tage gestalteten sich als Alltag, den zu beschreiben Thalia mir die Inspiration verweigert hat. Will meinen, ich habe keine Lust.

“Unkaputtbar. Wasserfest. Reissfest. Schadstofffrei.
Das kleine Schiff fährt um die Welt und hält nur da, wo’s ihm gefällt!
Eine Badebuch, das man mit ins Wasser nehmen kann.”

 

 

 

 

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