Desolate Isle – Attalus

Ja. Ich gebe es zu. Ich habe echt lange nichts mehr hier geschrieben. Das tut mir leid. Aber so einen Blog zu schreiben erfordert scheinbar auch Disziplin und Durchhaltevermögen. Leider verfüge ich weder über die eine, noch die andere Eigenschaft.
Da mir zudem die Inspiration für einen weiteren überzogenen, nichtssagenden Text fehlt, werde ich halt was produktives schreiben müssen. Es tut mir leid.

Hier also einige zusammenhanglose Ereignisse der letzten zwei Wochen.

Die Studenten, die sich des Mammutprojektes annehmen wollten mir etwas Chinesisch beizubringen, haben nach der ersten “Unterrichtsstunde”, die ungefähr 20 Minuten dauerte, aufgegeben. Zu meiner Verteidigung: Das lag nicht ausschließlich an meinem offenkundigen Desinteresse und meiner mangelnden Körperhygiene, ihr Professor hat zum Ausdruck gebracht, dass ich scheinbar nicht geeignet sei, um ihre Unterrichtskünste unter Beweis zu stellen. Nur, weil ich kein Chinesisch spreche. Immer auf die armen, unterdrückten weißen Minderheiten.

Rachel war die letzte Woche in Vietnam, um ihr Visa zu erneuern. Sie hat mir echtes Brot mitgebracht. Dafür bin ich ihr wirklich dankbar. Das Brot hier hat ungefähr die Konsistenz, die man aus englischen Bäckereien gewohnt ist, nur ist es zusätzlich auch noch süß. Ich kann nicht verstehen, warum die Menschen sich sowas antun. Andererseits essen sie ja auch Hühnerfüße.

Ich habe gelernt Tee nach chinesischer Art zuzubereiten. Eigentlich mag ich keinen Tee, aber der Tee hier ist wirklich gut.

Der Zahnarzt des Ortes hat eine Hauseinweihungsparty gegeben. Er hat ein wirklich sehr nettes Haus.
Die Verteilung des Wohlstandes ist in diesem Land sehr ungleichmäßig.
Hat mich direkt an Deutschland erinnert. Nur gut, dass die SPD jetzt weiter absackt, am Ende hätte Marco noch eine gemäßigte Partei gewählt.

Der letzte Englischkurs, den wir gegeben haben, behandelte das Thema Kochen. (Deutsch ist  defizitär, es unterscheidet nicht zwischen latest und last. Gemeint ist die erste der beiden Übersetzungen.)

Ich hab eine Art Eiscreme gegessen, die aus einer süßen Pampe und einem zerstoßenem Eisbrocken bestand.

Alex, ein Junge den wir hier oft betreuen und der momentan im unteren Stockwerk schläft, hat sich taufen lassen.

Diese Woche, von Samstag bis Dienstag, veranstalten wir einen Missionseinsatz in Dahu, einer angrenzenden Ortschaft. Es wird ein Wochenendcamp für Kinder geben. Außerdem einen Kochkurs. Dementsprechend würde ich mich um Gebete für den Einsatz generell und im Speziellen für die braven Leutchen, für die wir kochen werden bitten.

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